Schul- und Arbeitszeugnis
Beim Zeugnis unterscheidet man zunächst einmal, ob es sich um die diversen Urkunde, Zertifikate und Abschlusszeugnisse von Schulen, Lehrinstituten und anderen Anbietern für Seminare handelt.
Wir wollen hier die Referenzen behandeln, die Beurteilungen. Auf das Zeugnis für den Schul- oder Ausbildungsabschluss wird an anderer Stelle eingegangen.
Welche Arten Arbeitszeugnisse gibt es?
Es gibt zweierlei Arten von Arbeitszeugnissen, hier kurz nur Zeugnis genannt. Einmal handelt es sich dabei um das einfache Zeugnis und einmal um das qualifizierte.
Das einfache Zeugnis
Im einfachen Zeugnis werden die persönlichen Daten, die durchgeführten Arbeiten, die Daten der ausgeführten Arbeit beleuchtet sowie manchmal noch das Über- oder Unterstellungsverhältnis. Das sieht dann so aus:
"Frau/Herr Mustermann hat vom .... bis zum ..... in unserer Musterfirma in der Musterabteilung als Musterberuf gearbeitet. Sie/Er war Herrn Musterchef unterstellt und war Teamleiter(-in) für die Mustermitarbeiter ..."
Mehr beinhaltet ein einfaches Zeugnis nicht. Deshalb ist es sinnvoll, sich ein qualifiziertes Zwischenzeugnis erstellen zu lassen, z. B. dann wenn man Karrierechancen im eigenen Betrieb oder in einem anderen Unternehmen wahrnehmen möchte.
Das qualifizierte Zeugnis
In einem qualifizierten Zeugnis stehen zunächst die gleichen Angaben, wie bei einem einfachen, also die persönlichen Daten, die Tätigkeit usw. Hier werden aber dann genau die Arbeiten aufgeschlüsselt und genau beurteilt, WIE diese Arbeiten erledigt wurden. Es wird genau bewertet, welches berufliche Verhältnis der Mitarbeiter bzw. die Mitarbeiterin gegenüber Geschäftsleitung, Mitarbeitern und Kunden aufgebaut hat.
Zu einem qualifizierten Zeugnis gehören nach der Einleitung mit den persönlichen Daten und der Einschätzung der Arbeiten sowie vieler wesentlicher Charakterzüge auch eine ordentliche Grußformel. Bei einem positiven Zeugnis wird man das Ausscheiden des Mitarbeiters bedauern und ihm für die berufliche und persönliche Zukunft alles Gute wünschen. An diesen Schluss-Sätzen kann man u. a. auch die Wertigkeit des Mitarbeiters erkennen.
Vorsicht - Zeugnissprache
Viele Mitarbeiter ahnen nicht, wie viel die Zeugnissprache in ihrem Arbeitszeugnis verrät. Sie können die Beurteilung in Ihrem Zeugnis gar nicht richtig einschätzen. Obwohl in vielen Firmen verpönt, setzen trotzdem einige kleinere und größere Unternehmen die Zeugnissprache ein. Dem Personalchef der neuen Firma steht es frei, sich bei einer der beurteilenden Firmen zu erkundigen. Hierbei kann er auch nach der Verwendung der Zeugnissprache fragen, sofern es aus dem Zeugnis nicht eindeutig hervorgeht. Übrigens kann der neue Arbeitgeber bzw. dessen Personalentscheider immer bei einer vorherigen Firma anrufen und sich über den Bewerber erkundigen. Es sollte aber nach Möglichkeit nicht die letzte Firma sein.
Recht
Rein rechtlich muss jeder Mitarbeiter ein Zeugnis bekommen, der eines verlangt, auch ohne Angaben von Gründen. Trotzdem gibt es Betriebe, die die Ausstellung des Zeugnisses rechtswidrig verweigern.
-- HeikeStopp 2008-12-02 23:10:06
ArbeitsZeugnis (last edited 2009-06-08 18:16:01 by DetlevLengsfeld)