»Visionäre« Arbeitsbedingungen?
In der » Autostadt « betragen die tariflichen Monatslöhne zwischen 2250 und 7000 DM (im Stammwerk liegen sie zwischen 5000 und 9600 DM). Die VW-übliche Sonderzahlung wird hier als leistungsabhängiger Bonus ausgezahlt, die Arbeitszeit beträgt 30 Wochenstunden. In den Bereichen Kundendienst, Werkstatt und Fahrzeugvorbereitung wird montags bis sonntags täglich sechs Stunden in Wechselschicht gearbeitet. Die 30-Stundenwoche wird durch rollierende arbeitsfreie Tage erreicht. Im Kundencenter-Neuwagen arbeiten die MitarbeiterInnen der Verkaufsberatung in einem 2-Schicht-Wechselbetrieb mit Gleitzeit. Die Arbeitszeit liegt zwischen mindestens fünf Stunden 20 Minuten täglich und maximal 9 Stunden 40 Minuten in der Frühschicht. Der Schichtwechselrhythmus erfolgt überwiegend in der 4-Tagewoche, wobei jeder dritte Samstag ein Arbeitstag ist. In der Fahrzeugauslieferung besteht von Montag bis Sonntag ein rollierendes Schichtmodell mit Früh-, Mittags- und Spätschicht. Die Gleitspannen sind in Abhängigkeit von den Auslieferungszeiten bis 18 Uhr bzw. 20 Uhr festgelegt. Zuschläge für Mehr- und Sonntagsarbeit sind nicht vorgesehen.
Die Beschäftigten arbeiten damit zu Konditionen weit unter dem VW Haustarifvertrag. Doch dessen Erhalt lag auch nicht im Horizont der an der AutoVision Beteiligten. Von übergeordnetem Interesse war vielmehr die Konkurrenzfähigkeit auf dem Weltmarkt; das sehen auch Betriebsrat und IG Metall so. Hartz und Piëch bedankten sich entsprechend bei den Volkswagen-Betriebsräten und der IGM für die konstruktive Zusammenarbeit, die einen Wettbewerbsvorteil für Volkswagen bedeute. Sie wiesen ausdrücklich auch darauf hin, dass VW einen nicht unbedeutenden Wettbewerbsvorteil verlieren würde, wenn dieses Kooperationsmodell auch bei anderen Automobilherstellern Schule machen würde.
Was sagen den die Leute von Labournet heute? Kennen Sie überhaut Mobbing in der Autostadt ?
-- macdet 2006-09-19 14:55:45
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AutoStadt/Arbeitsbedingungen/Presse (last modified 2008-11-04 07:00:06)