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Elisabeth Vogelheim
ehemalige Mitarbeiterin von Peter Hartz. Kalt wie Oskar aus der Sesamstraße.
Erika Stetz || Klaus Volkert || Betriebsrat || Gewerkschaft || Bernd Osterloh || SPD || Personalabteilung
Ist das Personalunion????? Wer ist denn da noch alles "verbrüdert"
http://autogramm.volkswagen.de/06_05/aktuell/0605_aktuell_08.htm
„Wir bleiben am Ball“
15 Jahre Frauenförderung / Interview mit Elisabeth Vogelheim* und Erika Stetz*
15 Jahre Frauenförderung bei Volkswagen. Was waren für Sie Meilensteine im Engagement für Frauen? Elisabeth Vogelheim: Ein wirklicher Meilenstein war die Vereinbarung an sich und dass sie in vielen Schritten umgesetzt worden ist – von einer stabilen Quote für junge Frauen in gewerblich-technischen Berufen über viele verschiedene Arbeitszeitregelungen mit dem Ziel der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf bis zu Mentoringprogrammen und der Steigerung des Frauenanteils im Management.
Erika Stetz: Auch die Betriebsvereinbarung „Partnerschaftliches Verhalten“ gegen Mobbing, Diskriminierung und sexuelle Belästigung ist ein wichtiger Punkt. Diese Vereinbarung ist eine Grundlage für unsere Arbeit. Auch für viele Dinge, die noch angegangen werden müssen, wie die Verankerung von Chancengleichheit in allen Personalprozessen oder die Umsetzung des Antidiskriminierungsgesetzes.
Was sollte sich auf politischer Ebene in unserem Land ändern? Erika Stetz: Die Rahmenbedingungen für Erwerbsarbeit von Frauen müssen verbessert werden. Vor allem werden wir auf gut ausgebildete Frauen weniger denn je verzichten können.
Elisabeth Vogelheim: Fakt ist, dass sich das Frauenbild dafür grundsätzlich ändern muss. Frankreich und Skandinavien zum Beispiel sind da ein ganzes Stück weiter, dort arbeiten Frauen mit Kindern in Top-Positionen.
Noch immer gehen viele Frauen in die eher klassischen Frauenberufe wie Bürokauffrau oder Friseurin. Elisabeth Vogelheim: Ich denke, hier läuft eine Menge an Informationen und alternativen Angeboten seitens der Frauenförderung und des Betriebsrates. Aber auch diese Tatsache hat etwas mit dem Frauenbild an sich zu tun – obwohl wir mit Stolz und Freude sagen können, dass Volkswagen absolute Spitzenreiter in der Industrie ist. Denn seit mehr als zehn Jahren haben wir mindestens 20 Prozent Frauen in der gewerblich-technischen Ausbildung.
Erika Stetz: Und wir tun alles, damit auch das Umfeld der jungen Frauen für das Thema sensibilisiert wird. Eines ist sicher: Wir würden auch einen größeren Anteil einstellen, wenn sich mehr junge Frauen für den gewerblich-technischen Bereich bewerben würden.
Wie hoch war der Frauenanteil bei Volkswagen vor 15 Jahren, und wo stehen wir heute? Elisabeth Vogelheim: Der Frauenanteil war vor 15 Jahren mit etwa 13 Prozent ähnlich hoch wie heute. In der Metallindustrie und insgesamt im verarbeitenden Gewerbe ist der Frauenanteil in dieser Zeit hingegen ständig gesunken. Unter diesen Bedingungen betrachten wir es als großen Erfolg, den Anteil der Frauen an der Volkswagen-Belegschaft gehalten zu haben.
Erika Stetz: Vor 15 Jahren gab es auch in der Fertigung noch viele Bereiche mit einem traditionell hohen Frauenanteil. Beispiel: die Sitze- und Kabelstrangfertigung. Die wurden mittlerweile ausgelagert, oder die Technik ist so fortgeschritten, dass die Tätigkeiten wegfielen. Allerdings konnten wir durch den hohen Anteil von Frauen in der gewerblich-technischen Ausbildung auch wieder Frauen in die Produktion holen und somit den Anteil halten. In der gesamten Metallindustrie ist der Anteil der Frauen in diesem Zeitraum erheblich gesunken. Doch das Versprechen gilt: Wir bleiben weiter am Ball.
Was können Frauen bei Volkswagen noch aktiv tun, um die Netzwerke zu verbessern? Erika Stetz: Netzwerke sind sich selbst organisierende Systeme. Das heißt im Klartext, dass Frauen selbst aktiv werden müssen. Und dafür gibt es gute Beispiele. Das jüngste ist das Sekretärinnennetzwerk. Hier hatte eine Kollegin die Idee. Betriebsrat und Frauenförderung haben die kreative Kollegin unterstützt, und jetzt gibt es einen festen Kreis von Frauen, die mitarbeiten und in einem beeindruckenden Intranetauftritt informieren.
Elisabeth Vogelheim: Auch das Ingenieurinnennetzwerk hat sich mittlerweile neu organisiert und die Arbeit auf mehrere Schultern verteilt. Dadurch kommt neuer Schwung hinein. Und wenn die Frauen selbst aktiv werden, hat das die nachhaltigste Wirkung. Dass wir dabei nach Kräften unterstützen, ist klar.
*Elisabeth Vogelheim ist Leiterin der Frauenförderung bei Volkswagen, Erika Stetz Vorsitzende des Gleichstellungsausschusses des Gesamtbetriebsrats und Mitglied des Betriebsausschusses. Die Fragen stellte Manuela Hacke.
Derweil einige Lesetipps:
Elisabeth Vogelheim (last edited 2010-02-04 15:15:38 by DetlevLengsfeld)

