Francisco Garcia Sanz
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Zulieferer sagt bei Polizei aus
Ermittlungen gegen Garcia Sanz: Vier Stunden Vernehmung in Wolfsburg
Die Zentrale für Wirtschaftsstrafsachen der Staatsanwaltschaft Braunschweig hat am Dienstag den türkischstämmigen Zulieferer vernommen, der Anzeige gegen VW-Einkaufsvorstand Francisco Garcia Sanz sowie drei weitere Mitarbeiter wegen des Verdachts auf Verleumdung und Betrug eingereicht hat.
Das bestätigte gestern der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Joachim Geyer. Die Ermittlungen haben nichts mit der VW-Korruptionsaffäre zu tun.
"Wir hatten den Zulieferer zu einer Konkretisierung seiner Vorwürfe geladen", sagte Geyer. Nach WN-Informationen fand die "Nachvernehmung" in der Wolfsburger Polizeizentrale statt, sie hat viereinhalb Stunden gedauert. Der Zulieferer verlangt mindestens sechs Millionen Euro von VW zurück.
"Das Ergebnis der Ermittlungen ist völlig offen. Die Akten aus der Nachvernehmung liegen noch nicht vor", sagte Geyer. "Die Untersuchungen dauern an." Über die Dauer des Verfahren könne er noch nichts sagen.
Die Ermittlungen gegen Sanz und drei Mitarbeiter aus dem Einkauf laufen seit Juni. Der Zulieferer werfe dem Konzern vor, dieser habe leichtfertig falsche Informationen über die finanzielle Lage des Zulieferers übernommen, ihm keine Aufträge mehr erteilt und ihn so in den Konkurs getrieben.
Bei dem insolventen Unternehmen handelt es sich um ein Entwicklungszentrum, dass im Heinenkamp beheimatet war. Der Zulieferer ist nach eigenen Angaben seit 22 Jahren als Dienstleister für die VW AG tätig gewesen. ckr Freitag, 07.10.2005
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Volkert schweigt, Prüfer durchleuchten Filz
Im Auftrag des Vorstands sollen Fachleute jetzt klären, wer im Konzern wem welche Aufträge zuschanzte
Offen ist, ob auch länger bekannte Verdachtsfälle neu aufgerollt werden. So soll der Konzern-Einkaufschef Francisco Garcia Sanz über seinen Landsmann Juan Manuel Sancha Garcia an Firmen beteiligt gewesen sein, während VW diesen mit Millionenaufträgen für seine Agentur Conteam bedachte.
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Sanz: VW-Manager mit Kompetenz und besten Kontakten
Machtverhältnisse beim Bundesligisten VfL Wolfsburg haben sich verschoben
Von Thomas Kruse und Marc Rotermund
WOLFSBURG. Wer hat das Sagen beim Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg? Bis zu seinem Rücktritt beziehungsweise bis zu seiner Entlassung war Manager Peter Pander der starke Mann, gestützt durch Aufsichtsratschef Lothar Sander. Vor allem, nachdem Pander vor einem halben Jahr den Machtkampf um den ungeliebten Trainer Jürgen Röber gegen Teile des Aufsichtsrats gewonnen hatte, schien seine Position besser denn je – bis zur Pokal-Panne von Köln. Das durch die Demission des Managers entstandene Vakuum füllt im operativen Geschäft Klaus Fuchs aus.
Im Hintergrund zieht ein Mann mit die Fäden, der bisher kaum in Erscheinung getreten ist: Francisco Garcia Sanz, seit einem halben Jahr stellvertretender VfL-Aufsichtsratschef und im Hauptberuf Konzernvorstand Einkauf bei VfL-Mehrheitsgesellschafter Volkswagen.
Fast immer im Stadion
Der 47-jährige Sanz gilt als fußballbegeistert und sieht fast jedes Heimspiel des VfL.
Der Spanier verfügt über hervorragende Kontakte im Sport, zum Beispiel in seine Heimat zum Renommierklub Real Madrid. Sanz soll neben Martin Winterkorn maßgeblich daran beteiligt gewesen sein, als die VW-Marke Audi bei den "Königlichen" als Nebensponsor einstieg.
Dem VfL bot der VW-Manager vor 15 Monaten an, Toni Schumacher als neuen Torwart-Trainer zu verpflichten. Die frühere Schlussmann-Ikone hatte soeben ihren Job bei Bayer Leverkusen verloren, denn der neue Bayer-Trainer Klaus Augenthaler bevorzugte Rüdiger Vollborn als Coach für die Keeper. Aus Kostengründen und weil der VfL mit Jörg Hoßbach bereits einen Torwart-Trainer in seinen Reihen hatte (und noch hat), nahm der damalige Manager Pander Abstand von Schumachers Verpflichtung.
Francisco Garcia Sanz ist von den sieben VW-Vorstandsmitgliedern einer der weniger bekannten, Vorstandsvorsitzender Bernd Pischetsrieder und Personalvorstand Peter Hartz sind der Öffentlichkeit überwiegend bekannt. Sanz gilt als zurückhaltend, aber deshalb keineswegs als weniger wichtig.
Neues Anspruchsdenken
Dass Sanz und sein VW-Vorstandskollege Folker Weißgerber seit einem halben Jahr im VW-Aufsichtsrat sitzen, hat erstens dazu geführt, dass das Anspruchsdenken im Konzern in Bezug auf den VfL gestiegen ist.
Zweitens fehlte bisher allerdings immer ein Mitglied des VfL-Aufsichtsrats, wenn der mächtige VW-Konzernvorstand tagte und dabei auch die Leistung des Tochterunternehmens VfL-Fußball-GmbH bewertet und kritisiert wurde.
Denn VfL-Aufsichtsratschef Sander ist auf der Markenvorstands-Ebene angesiedelt, also in der VW-Hierarchie eine Stufe unter Weißgerber und vor allem Sanz – dem Mann, der im Hintergrund mit die Fäden zieht und sich bereits mehrmals mit Bayer Leverkusens Ex-Manager Reiner Calmund getroffen haben soll.
-- DetlevLengsfeld 2007-01-23 16:37:55
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Garcia Sanz/Presse/BraunschweigerZeitung (last edited 2011-02-24 10:01:35 by DetlevLengsfeld)