Horst Neumann
SPD
Freunde wollen wir sein
wie die SPD mit der IGM zusammenwirkt kann man prima auf den einzelnen Seiten der Freunde einsehen. Das geht von Meineid über Betrug hin zum Verrat an Arbeitnehmern! Berichte mit dem Tag SPD aus dem Portal des Mobbing-Gegners Die meisten dieser solidarischen Genossen stammen aus der SPD Niedersachsen und der SPD Wolfsburg
die ehemalige Arbeitnehmerpartei im Abwind
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Zur Bundestagswahl 2009 weg mit der SPD
11. November 2005 Vor einigen Tagen erst durfte Horst Neumann seiner Lebensgefährtin zu ihrem Karrieresprung gratulieren, auch wenn er sie später wohl trösten mußte. Jetzt kann Andrea Nahles, die Beinahe- Generalsekretärin der SPD, ihren Horst zu einem Aufstieg beglückwünschen: Neumann, der bisherige Audi-Personalvorstand, rückt zum Personalvorstand im Mutterkonzern Volkswagen auf - und wird damit zum Nachfolger des über die VW-Affäre gestolperten Peter Hartz. Vielleicht werden Neumann und Nahles den Triumph an diesem Wochenende nach einer mehr oder weniger anstrengenden, auch durchaus turbulenten Zeit endlich einmal gemeinsam genießen können, vielleicht bei einer Flasche Rotwein oder belgischen Pralinen, die Nahles angeblich so mag, vielleicht sogar im heimeligen Wohnzimmer auf dem Bauernhof in der Eifel, den sie selbst ausgebaut haben. Auf jeden Fall ist der Karrieresprung Neumanns eine faustdicke Überraschung. In Wolfsburg galt der einstige Assistent des legendären Gewerkschaftsführers Franz Steinkühler von Anfang an als Wunschkandidat der IG Metall für die Hartz-Nachfolge. Und genau das schien Neumanns Manko zu sein, als Hartz im Juli so spektakulär aus dem Amt ausscheiden mußte. Denn die VW-Affäre um Schmiergelder und Sexpartys war nach den Rücktritten der Gewerkschaftsmitglieder Peter Hartz und Klaus Volkert, dem ehemaligen Konzernbetriebsrat, längst zu einem Problem für die Gewerkschaft geworden. Mit jeder neuen Enthüllung über Lustreisen von Betriebsräten mitsamt ihrer brasilianischen Geliebten wuchs der Vertrauensverlust, den die IG Metall an der Basis hinnehmen mußte. Einer wie Neumann, der auf dem Ticket der IG Metall segelt, schien angesichts solcher Schlagzeilen nicht vermittelbar und schon gar nicht durchsetzbar gegen die Arbeitgeberseite im Aufsichtsrat, der die Kumpanei zwischen den Genossen Hartz und Volkert ein Dorn im Auge war. Und Neumann war nicht nur der bevorzugte Mann von IG-Metall-Chef Jürgen Peters, sondern auch von Hartz selbst. Die beiden hatten Neumann vor drei Jahren von Thyssen-Krupp zu Audi geholt. Vor diesem Hintergrund erstaunte es nicht, daß der Posten des Arbeitsdirektors bei VW lange nicht besetzt werden konnte. Kommissarisch hatte deshalb VW-Vorstandschef Bernd Pischetsrieder die Aufgaben des Personaldirektors übernommen. Nun wird Neumann am 1. Dezember ein schwieriges Erbe antreten. Die Stimmung in der VW-Belegschaft ist auf dem Nullpunkt, das Ansehen des Betriebsrats nicht mehr sonderlich hoch. Die Wahl Neumanns soll und muß im Sinne der Gewerkschaft eine vertrauensbildende Maßnahme sein. Bei Betriebsräten anderer Autokonzerne genießt Neumann einen guten Ruf. "Ich kann VW zu Horst Neumann nur beglückwünschen", sagt etwa Opel-Betriebsrat Klaus Franz, der ihn als Aufsichtsrat der Adam Opel AG kennengelernt hat. "Er ist ein sozial und fachlich kompetenter Mensch, der es versteht, die Interessen von Belegschaft und Unternehmen in Einklang zu bringen." Neumann ist ein wichtiger Mann für die IG Metall, und VW ist wichtig für die Gewerkschaft: In keinem anderen deutschen Großkonzern ist der Organisationsgrad so groß. Neumann ist auch ein Mann aus der Fraktion um IG-Metall-Chef Peters, gehört also dem linken Spektrum am. Dabei gilt der promovierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler als undogmatisch. Diejenigen, die ihn kennen, schätzen seine stille Art, die ihn so gänzlich von seiner Lebensgefährtin unterscheidet. "Männer definieren sich nicht über ihre Frauen - und umgekehrt", heißt es oft in solchen Beziehungen, in denen die Frau die prominentere Rolle besetzt. Neumanns Karriere ist bisher ähnlich steil verlaufen wie die seiner jungen Lebensgefährtin, allerdings hat sich der 56 Jahre alte, gebürtige Rheinländer dafür länger Zeit gelassen. Seine Treue zu Peters könnte sich eines Tages noch einmal auszahlen. Dann, wenn es um den Posten an der Spitze der IG Metall geht. Text: F.A.Z., 12.11.2005, Nr. 264 / Seite 16 Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb
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Horst Neumann (last modified 2008-11-04 07:00:20)