ADS - ADHS - Hyperaktivität
Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom | Symptome | Ursachen | Entstehung
Hier erfahren sie mehr über ADS/ADHS (Das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) Sie finden hier wichtige Informationen zu den Symptomen, Ursachen und der Entstehung von ADS/ADHS. Außerdem erfahren Sie etwas über die besonderen Eigenschaften und Fähigkeiten von Betroffenen mit ADS/ADHS und lernen bekannte Personen kennen, die ebenfalls unter ADS/ADHS litten oder leiden.
Was ist ADS |ADHS | Hyperaktivität ? Und was muss ich wissen und es zu verstehen. ADS/ ADHS wird Ihnen hier verständlich erklärt!
Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom
Was ist ADS/ADHS?
ADS - Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom - in anderen Ländern bekannt unter ADD (Attention-Deficit-Disorder )
ADHS - A ufmerksamkeits- D efizit- H yperaktivitäts- S yndrom
Andere, teilweise noch gebräuchliche Bezeichnungen sind Zappelphilipp-Syndrom, Psycho-Organisches Syndrom (POS) und Minimale Cerebrale Dysfunktion (MCD).
Allein diese Begriffe können einem schon Angst einflößen und für Verwirrung sorgen. Aber was verbirgt sich eigentlich hinter ADS | ADHS | Hyperaktivität?
Contents
Gemeint ist eine Gruppe von Symptomen, die es den Betroffenen mit ADS | ADHS | Hyperaktivität in bestimmten Bereichen, die Konzentration erfordern, massiv erschweren, ihr eigenes Verhalten zu steuern und zu organisieren.
Es handelt sich um eine Störung des Hirnstoffwechsels. Betroffen sind die Bereiche des Gehirns, die für Aufmerksamkeit, Ausführung und Planung, Konzentration und Wahrnehmung verantwortlich sind. Es ist als psychische Krankheit von der ICD-10 (International Classification of Diseases and Related Health Problems)und dem DSM IV (Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders) anerkannt. Diese Manuale definieren diagnostische Merkmale zur Feststellung von physischen und psychischen Störungen. (ADS/ADHS Ursachen)
Dadurch erklären sich die drei Grundsäulen der Erkrankung:
Schwierigkeiten mit der Konzentration und der Daueraufmerksamkeit
- Hyperaktivität
- Impulsivität
Die Diagnose ADHS kann gestellt werden, wenn die Symptome länger als sechs Monate kontinuierlich in einem mit der Entwicklung des Kindes nicht zu vereinbarendem Ausmaß auftreten. Sie müssen in Bereichen des täglichen Lebens; zu Hause, in der Schule und in der Freizeit, zu Beeinträchtigungen führen.
Aufmerksamkeit
Betroffenen mit ADS/ADHS fällt es sehr schwer, die Aufmerksamkeit längere Zeit auf eine Sache zu richten. Flüchtigkeitsfehler bei den Schularbeiten, bei der Arbeit oder anderen Tätigkeiten treten ständig auf. Die Gedanken schweifen immer wieder ab und verlassen den „Ort des Geschehens“. Das Kind scheint oft nicht zuzuhören, verliert ständig irgendetwas, wirkt abwesend. Der Betroffene wirkt „abwesend“ und „unerreichbar“ und verfällt zeitweise in „Tagträume“
Ausführung und Planung
Die Planung und Organisation von Tätigkeiten und Aufgaben stellt für Betroffene mit ADS/ADHS ein fast unlösbares Problem da. Die Betroffenen mit ADS/ADHS haben kein Zeitgefühl und können nicht einschätzen, wie viel Zeit für eine Aufgabe benötigt wird. Es fällt schwer eine Struktur zu finden und komplexe Aufgaben in kleinere Abschnitte zu unterteilen. Aufgaben werden oft zu spät begonnen und auf Grund des schlechten Zeitmanagements nicht rechzeitig erledigt. Oft werden begonnene Tätigkeiten nicht beendet und zwischendurch etwas „Neues“ angefangen.
Konzentration und Wahrnehmung
Betroffene mit ADS/ADHS haben eine andere Wahrnehmung als Nichtbetroffene. Sie empfinden ihre Umgebung auf eine ganz andere Art und Weise. Sie können die optischen und akustischen Reize aus der Umgebung nicht filtern.
Alle Umweltgeräusche und optischen Wahrnehmungen „stürmen“ ungefiltert und in gleicher Stärke auf den Betroffenen ein. Dadurch sind sie einer ständigen Reizüberflutung ausgesetzt. Die Reize können nicht so schnell verarbeitet werden, wie sie „eintreffen“. Durch die ständige Reizüberflutung ist es sehr schwer, sich auf bestimmte Dinge zu konzentrieren, denn alle Reize sind gleich stark und können nicht sortiert werden. Dadurch werden auch Situationen als „bedrohlich“ empfunden, die für Nichtbetroffene völlig harmlos sind.
Impulsivität
Betroffene mit ADS/ADHS können ihr Verhalten nicht steuern. Sie reagieren sehr impulsiv. Denken und Handeln geschehen meist in einem Schritt. Es fehlt ein „Zwischenschritt“, der dafür sorgt, dass Handeln zuerst zu überdenken und sich die Konsequenzen des Handelns klar zu machen. Der Betroffene hat geringen Einfluss auf diesen Mechanismus. Kinder platzen häufig mit einer Antwort heraus, bevor die Frage zu Ende gestellt werden konnte oder unterbricht andere ständig und stört auf andere Art den Unterricht. Dem Kind oder Erwachsenen mit ADS/ADHS ist dieses Verhalten bewusst und die Betroffenen leiden darunter.
Hyperaktivität
Als Hyperaktivität bezeichnet man ein auffällig „überaktives“ Verhalten, das von den Betroffenen mit ADHS nur schwer bis gar nicht kontrolliert werden kann. Sie empfinden eine ständige, starke innere Unruhe, meist begleitet von der Unfähigkeit, sich zu entspannen. Diese Unruhe äußert sich oft durch eine große motorische Unruhe und starke „Überreaktionen“ in verschiedenen Situationen. Sie zappeln beispielsweise häufig mit Händen und/oder Füßen, können kaum ruhig auf dem Stuhl sitzen, stehen im Unterricht immer wieder auf – obwohl sie dieses nicht tun dürfen – und laufen viel umher, sie haben Schwierigkeiten mit „ruhigen“ Beschäftigungen. Ebenfalls treten Schwierigkeiten mit der Feinmotorik auf. Sie sprechen häufig sehr laut und viel, können ihre Kraft schwer dosieren und schlecht einschätzen.
Die Betroffenen mit ADHS wirken unruhig, zappelig und haben einen starken Drang, ständig in Bewegung zu sein. Außerdem haben viele Betroffene ein unklares Körpergefühl und Schwierigkeiten mit der sensorischen Wahrnehmung. Sie haben eine erhöhte Schmerzgrenze und nehmen schwache sensorische Reize z.B. Berührungen, nur sehr schwer bis gar nicht wahr.
Diese Symptome können in unterschiedlicher Ausprägung und in verschiedenen Kombinationen auftreten.
(zu ADS/ADHS Symptome)
Verschiedene ADS-Typen
Man unterscheidet zwischen 3 verschiedenen ADS/ADHS -Typen:
Den unaufmerksamen Typus, Träumer -Typ wird als ADS bezeichnet. Es existieren große Probleme in den Bereichen Aufmerksamkeit und Konzentration, es gibt keine Probleme in den Bereichen der Hyperaktivität und Impulsivität. Mädchen sind vermehrt betroffen.
Den hyperaktiv-impulsiven Typ: Die Probleme mit der Hyperaktivität überwiegen, weniger Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit und der Konzentration. Da die Person fast in ständiger Bewegung ist, fällt sie früh und negativ auf.
Den Misch-Typ: Die drei Kernsymptome sind in deutlicher Ausprägung vorhanden. Es existieren große Probleme mit der Aufmerksamkeit, der Konzentration und der Hyperaktivität in verschiedenen Lebensbereichen mit einer Dauer von mehr als sechs Monaten.
Verbreitung von ADS/ADHS
Die Verbreitung der bei Kindern diagnostizierten Erkrankungen ADS/ADHS ist weit größer, als man denkt - und die Tendenz ist steigend. Man geht davon aus, dass inzwischen 6-10 % der Kinder in Deutschland betroffen sind. In jeder Kindergartengruppe oder Schulklasse treffen wir mittlerweile mindestens 1-3 betroffene Kinder an. Bei den Erwachsenen sind etwa Bei Mädchen kommt häufiger die Träumer-Variante, ohne
Wie entsteht ADS/ADHS?
Über die genaue Entstehung von ADHS sind sich die Wissenschaftler noch nicht einig. Es konnte aber inzwischen festgestellt werden welche Aspekte einen Anteil an der Entstehung von ADS/ADHS haben.
Diese Faktoren sind:
- äußere Faktoren in der Entwicklungsgeschichte eines Kindes
- Vererbung
- Hirnschädigung
- neurobiologische Störungen (Störungen im Hirnstoffwechsel)
Wie genau diese Faktoren zusammenhängen konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. (ADS/ ADHS Ursachen)
Trotz der vielen negativen Symptome und Verhaltensweisen, die man mit ADS/ADHS verbindet, sollte man nicht übersehen, dass sich dahinter auch viele positive Eigenschaften und besondere Fähigkeiten verbergen. ( positive Eigenschaften ADS/ ADHS) von ADS/ ADHS
Medikamentöse Behandlung bei ADHS
Zur Behandlung von ADHS existieren unterschiedliche Medikamente. Die wichtigsten Präparate werden hier in ihrer Wirkungsweise vorgestellt:
Die am häufigsten eingesetzten Medikamentengruppen sind Stimulanzien wie:
Methylphenidat D-Amphetamin Pemolin
Die Medikamente führen bei 50 bis zu 95% der Kinder mit ADHS zu einer deutlichen Verbesserung im allgemeinen Verhalten, bei schulischen Leistungen und ihrer sozialen Integration. Die Stimulanzien wirken auf die Botenstoffe im Gehirn, die für die Informationsverarbeitung der Umweltreize verantwortlich sind. Medikamente zur Behandlung der Störung wurden vermehrt nicht nur von Kinderärzten, sondern auch von Zahnärzten, Frauenärzten und Allgemeinmedizinern verschrieben.
Begleiterkrankungen
Ungefähr zwei Drittel der betroffenen Kinder zeigen neben den Kernsymptomen weitere Begleiterkrankungen, die ihr Leben stark beeinträchtigen. Zu den Begleiterkrankungen gehört die Störung des Sozialverhaltens, Angststörungen und Depressionen, Teilleistungsstörungen, Tic-Störungen, Störungen der Bewegungsabläufe (grob- und feinmotorische Einschränkungen).
Gegenthesen
In dem Buch „Die Ritalin-Gesellschaft“ gibt der Autor Richard DeGrandpre zu bedenken, dass es nicht den geringsten Beweis dafür gibt, dass die Probleme, die als ADS od. ADHS bezeichnet werden, einen eindeutigen biologischen Ursprung haben. Er beschreibt die Störung als eine Sucht nach Sinnesreizen. DeGrandpre geht davon aus, dass ADHS i. d. R. auf die dramatischen Veränderungen in der westlichen Kultur und nicht auf plötzliche humanbiologische Veränderungen zurückzuführen sei.
Diagnose ADHS/ADS
Die Diagnosekriterien sind nicht eindeutig, es gibt keine standardisierten, klaren Richtlinien. Die Grenze zwischen einem „lebhaften Temperament“ und ADHS sind verschwommen. Es existieren einfache Fragebögen, die die Diagnosekriterien des ICD 10 und DSM IV beinhalten.
Lesen Sie bitte auch die Texte unter wikipedia.
tolle Webseiten mit anderen Schwerpunken: private krankenversicherung test internetagentur braunschweig
Krankheit/ADSII (last edited 2010-08-11 16:51:12 by DetlevLengsfeld)
