Anleitung zur Konfiguration der DNS-Einstellungen
Liste frei verwendbarer DNS-Server
Die folgenden Nameserver können als Ersatz der Provider-eigenen Nameserver verwendet werden (zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Liste, keine Garantie wie lange sie frei verfügbar sind)
- 204.152.184.76 (f.6to4-servers.net, ISC, USA)
- 2001:4f8:0:2::14 (f.6to4-servers.net, IPv6, ISC)
- 194.150.168.168 (dns.nibbler.de; anycast DNS!)
- 194.25.2.131 (dns02.btx.dtag.de)
- 195.85.254.254 (dns.erisrings.net)
http://omnibus.ruf.uni-freiburg.de/~gjas/publikationen/domainname.htm Domain Names – aus der Sicht von .de
http://www.vd-server.de/Forum/viewtopic.php?p=984&sid=5e31475d68d6e93e0628a1b07076e5a5
http://www.vd-server.de/Forum/viewtopic.php?t=83 ja einfach ein guter Provider
Guten Abend Smile
Der Hostname sollte mit dem Eintrag der Reversen Delegation, d.h. der Zuweisung IP --> Name übereinstimmen.
Standard ist xxx-xxx-xxx-xxx.kunde.vdserver.de, wobei xxx jeweils für die Bestandteile der jeweiligen VD-Server IP stehen.
Wird der Hostname auf einen nicht auflösbaren Eintrag geändert, kann es zu Schwierigkeiten mit diversen Diensten kommen.
Zeigt die .de Domain auf den VD-Server reciht eine Email an das VD-Server Team um den Eintrag der Reversen Delegation ändern zu lassen - alsbald kann man dann auch den Hostname ändern.
Bsp:
dideldum.de ist die .de Domain die vorhanden ist, diese zeigt u.a. mit 'sing.dideldum.de' auf die IP des VD-Servers...
Mail mit der Bitte um Änderung der rev. deleg. auf 'sing.dideldum.de', nach Bestätigung den hostname ändern mit
hostname sing.dideldum.de
Der Rechner 'heisst' nun auch so.
Soll das alles nicht geändert werden: Einfach die oben genannte Reverse Delegation weiterverwenden. Beim Mailserver sollten dann allerdings natürlich die Domains mit angegeben werden für die Mails empfangen/verschickt werden sollen.
btw, nur die IP anzugeben geht auf jeden Fall in die Hose.
Und: Nichts ist zu Newbie - lieber fragen als es falsch zu machen und sich daran die Zähne auszubeissen.
Zitat: Ich möchte halt nicht zu viele Fehler am Anfang machen, die ich später nur schlecht bereinigen kann.
... nichts, was man nicht mit einer Neueinrichtung beheben kann Wink
Grüße, Peter Hovorka Nach oben Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden E-Mail senden christians
Anmeldungsdatum: 05.03.2003 Beiträge: 5
BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2003 11:04 Titel: Antworten mit Zitat Vielen Dank für die Antwort.
ich möchte nochmal kurz nachfragen, ob ich es richtig verstanden habe bzw was ich jetzt bei euch veranlassen muss/kann.
Meine Domain (www.westender.de+westender.de) ist so ein Vistitenkarten Paket und als Redirect (vermute ich mal Smile auf meine IP.
Jetzt soll (schon als "Vorbereitung") mein Rechner zB www.westender.de heissen.
Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ändert Ihr die RD entsprechend (nach eMail) und das funktioniert dann.
Wo liegt dann der Unterschied zu einem KK der Domain zu euch?
Ich suche noch eine Anfänger-Erklärung zu der ganzen hostname/DNS-Problematik.
chris Nach oben Benutzer-Profile anzeigen Private Nachricht senden Administrator Site Admin
Anmeldungsdatum: 20.10.2002 Beiträge: 322
BeitragVerfasst am: Do Apr 17, 2003 2:00 Titel: Antworten mit Zitat Hi
Zitat: Meine Domain (www.westender.de+westender.de) ist so ein Vistitenkarten Paket und als Redirect (vermute ich mal auf meine IP.
Die Domain ist 'westender.de' - das 'www' davor ist eine Subdomain die einen evtl. Browser darauf hinweisen soll auf Port 80 (http) anzuklopfen.
Wie die Domain redirected oder auf andere Art und Weise weitergeleitet wird kann ich von hier aus natürlich nicht sagen.
Am einfachsten ist es, wenn Zugriff auf die DNS Einstellungen genommen werden kann - wenn dies nicht der Fall ist wird die Sache schwieriger.
Es ist natürlich möglich die Domain auf die IP zu redirecten, dann muss allerdings ein Ordner angegeben sein in dem die Domaindaten liegen.
Zitat: Jetzt soll (schon als "Vorbereitung") mein Rechner zB www.westender.de heissen.
Wie bereits oben erwähnt kann die Reverse Delegation nur passend zur fwd Delegation geändert werden - wenn die .de Domain bei einem Webhoster liegt und Sie keinen Einfluß auf die DNS Daten haben wird das so nicht klappen.
Ich würde entweder die Domain umziehen oder dem VD-Server eine ähnliche .de Domain 'verpassen' auf die dann die rev Delegation eingestellt wird.
Zitat: Wenn ich das jetzt richtig verstanden habe, ändert Ihr die RD entsprechend (nach eMail) und das funktioniert dann.
Wo liegt dann der Unterschied zu einem KK der Domain zu euch?
Eben darin. Die Änderung der Rev Deleg kann nicht stattfinden solange nicht vorwärts delegiert wird. Domains bei klassischen Webhostingpaketen werden in Nameserver-Hinsicht vom Provider verwaltet. Damit ist mit solchen Domains natürlich keine Rev Deleg möglich es sei denn der Provider (der einem meistens was hustet wenn man deswegen anfragt) delegiert die Domain fest auf eine andere IP und ändert die Einträge dementsprechend.
Zitat: Ich suche noch eine Anfänger-Erklärung zu der ganzen hostname/DNS-Problematik.
Die gibt es nicht wirklich, da das Thema zu komplex ist um es zu vereinfachen ohne wesentliche Dinge zu unterschlagen.
Als Grundlage:
Jeder Rechner im klassischen 'Internet' besitzt eine Adresse, genannt IP. Bei IPv4, dem derzeit noch gültigen Verfahren ist diese zusammengesetzt aus 4 Byte, d.h. 4 Zahlen von 0-255, getrennt durch Punkte.
Bsp: 217.160.109.130
Will man nun dem modernen AOL-User von heute Internet-Content zur Verfügung stellen, ist es natürlich zu viel verlangt, dass dieser die IP jedesmal von Hand eingibt, man gibt dem Inhalt der Geschichte also einen Namen...
Bsp: vd-server.de
Dies ist eine sogenannte Second Level Domain. Second, weil sie aus zwei durch einen Punkt voneinander getrennte Bereiche besteht. Die TLD (Top Level Domain) ist in dem Fall '.de', die zeigt, dass das Angebot deutschsprachig ist. Die SLD (second level domain) ist streng genommen nur das 'vd-server'.
Um nun dem geneigten 'Surfer' die Möglichkeit zu geben, durch die Eingabe von 'vd-server.de' auf eine Informative Seite mit tollen Angeboten *g* zu gelangen, muss die Nameservergeschichte herhalten (vorzugsweise BIND (Berkeley Internet Nameserver Daemon), obwohl dieses Biest nun wirklich schon seit einiger Zeit eingestampft gehört...
Nun passiert folgendes:
1. 'Normales' Surfen
Der User tippert im Programm seiner Wahl 'vd-server.de' ein. Der Rechner nimmt diese Eingabe und fragt seinen nächstgelegenen Nameserver ob er weiß wie die IP zu 'vd-server.de' lautet.
Weiß der lokale NS die IP, gibt er sie an den Client weiter. Weiß er sie nicht, fragt er einen in der Hierarchie höheren NS ob er es weiß... falls nicht setzt sich das jeweils fort, bis der 'Chef', d.h. der NS der die ganze TLD '.de' verwaltet (oder sogar ein ROOT NS) ein Machtwort gesprochen hat...
Die IP wird nun vom Nameserver an unseren Surfer zurückgegeben und der Browser sendet an die IP von 'vd-server.de' eine Anfrage, der Server möge doch bitte zeigen was er zum Thema 'vd-server.de' zu sagen hat.
Das war also der normale Ablauf eines Seitenabrufs.
Nun hat IPv4 aber ein Problem: Da heutzutage jeder Toaster seine eigene IP will und IPv6 mit seinen vielen Adressen noch immer auf sich warten lässt (die Amortisationsdauer der ganzen IPv6-untauglichen Ciscos ist ja noch nicht vorbei...) muß ja nun nicht jede 'www.blahfasel.xyz' ihre eigene IP haben... man nutzt also sogenannte Virtual Hosts.
2. Virtual Hosts und 'gemeines' Webhosting
Ein moderner, zuverlässiger, leistungsfähiger Webserver benutzt heutzutage Apache (merkt man was ich von IIS halte? Wink oder einen anderen VHost-fähigen WEBer-Knecht.
Diese Vhosts ermöglichen das Hosting vieler Domainnamen auf einer einzigen IP, indem dem Server bei der Abfrage mitgeteilt wird, welche Domain man gerne anschauen möchte.
Anstatt also dem Webserver zu sagen: 'Inhalt, jetzt, sofort!', wird mit dem etwas verfeinerten HTTP 1.1 Protokoll gesagt: 'Inhalt, vd-server.de-Seite, aber dalli!'. Man merkt: Freundlicher ists nicht geworden, nur spezifischer Wink
Jetzt liegen also viele viele Domains auf einer einzigen IP - der Unterschied liegt nur in der Art wie danach gefragt wird.
Will man nun diese Domain 'www.blahfasel.xyz' anderswo verwenden, wird die Sache natürlich komplizierter.
3. Spezialfall Webhosting und Redirect
Obengenannte Domain liegt also beim Massen-Webhoster 'X' und soll in Zukunft auf einem edlen *g* VD-Server gehostet werden.
Zwei Möglichkeiten:
- Redirect Im Klicki-Bunti-Admin-Tool des Webhosters wird als Weiterleitung die IP des VD-Servers angegeben. Folge: Bei jeder Eingabe der Domain in einem Browser ruft dieser den Server des Webhosters auf (dieser ist ja immer noch als Server im DNS eingetragen) - und dieser leitet dann die Anfrage an den Webserver auf dem VD-Server weiter. Das kann problematisch sein, wenn mehrere Domains auf dem VD-Server liegen sollen, da der Aufruf der VHosts nur einwandfrei funktioniert wenn dieser ordentlich übers Protokoll geht.
- DNS Änderung Die IP des VD-Servers wird beim zuständigen Registrar anstelle des Webservers des Providers 'X' eingegeben. Die meisten Hoster tun das nicht, da es ja streng genommen auch nicht ihre Aufgabe ist. Es hilft also meist nur ein KK, d.h. dem Ober-Registrar wird mitgeteilt, dass die Domain in Zukunft nicht mehr bei Provider X liegt, sondern selbst verwaltet wird oder vom freundlichen, allzeit bereiten *sarkasmus* VD-Server Team Smile
Hierbei gibt es die Möglichkeit, dass wir nach dem KK die komplette Domain per wildcard (dt. alle Möglichkeiten der Namensschreibung und Subdomain-Addition) auf den VD-Server delegieren - oder dass der Kunde auf seinem VD-Server selbst einen Primary Nameserver aufsetzt und darauf seine Domain(s) verwaltet. DAS ist allerdings eine Sache, die schon so manchen dazu gebracht hat, seinen Haaransatz etwas 'lichter' zu rupfen... (Irgendwann schreib ich mal ein Buch über meine Erfahrungen mit BIND und seiner Dokumentation *lach*)
Womit wir fast zum Ende unserer Einführung in die Untiefen der menschlichen ExistenzWWSchwierigkeiten mit dem DNS System kommen, nur eins fehlt uns noch: die Reverse Delegation.
4. Reverse Delega..was ?
Eigentlich ist die ganze DNS Geschichte schon kompliziert genug, aber nein - da gibts ja noch mal was zum Ärgern aller technisch interessierter Internet-User.
Die Geschichte mit der Reversen Delegation.
Bestimmte Dienste wie HTTP (vor allem besagter Indianer namens 'Apache'), FTP, IRC und einige andere, machen exzessiv Gebrauch davon.
Fragt man sich, was für ein 'Name' ein Server hat, fragt man höflich den nächsten verfügbaren Nameserver nach dem PTR Eintrag der IP.
D.h. auf die Frage nach '217.160.109.130' erhält man freundlich die Antwort 'vd-server.de'
Dieser PTR Eintrag kann nur gemacht werden, wenn der entsprechende Eintrag auch vorwärts delegiert wurde, d.h. solange keine Domain 'vd-server.de' auf die IP 217.160.109.130 zeigt, kann man der IP auch nicht den 'Namen' 'vd-server.de' geben!
Conclusio:
Alle diese Zeilen geben nicht mal ein Promill dessen wieder, was an der ganzen DNS Geschichte dranhängt, diese wirklich umfassend zu verstehen ist wirklich nur wenigen begabten Menschen wie Lutz Donnerhacke und Co. gegeben. (Ganz abgesehen von den Feinheiten des TCP/IP Protokolls *schauder*)... ich erhebe auch keinerlei Anspruch hier alles wirklich syntaktisch und semantisch *g* korrekt wiedergegeben zu haben, es soll nur eine Basis fürs Verständnis der Vorgänge liefern.
Leider habe ich (inkl. des O'Reilly Buchs) bis heute noch kein wirklich strukturiertes und umfassendes Werk zu dem Thema gefunden - was natürlich auch am etwas überdrehten Aufbau der ganzen Geschichte liegen kann... sowas kommt dabei raus, wenn im kalten Krieg ein Haufen Militärs darum konkurrieren das fehler-stabilste System zu entwickeln Wink
Aber vielleicht hilfts ja doch ein wenig Smile
Linux/DNS (last modified 2008-11-04 07:00:07)