Konflikte und Mobbing in der Arbeitswelt. Eine Ausstellung zur Konfliktkultur „Wenn keiner grüßt und alle schweigen...“ ist der Titel einer neuen Sonderausstellung in der DASA-Galerie, die sich mit dem Thema Konfliktkultur und Mobbing in der Arbeitswelt beschäftigt.
Eine Präsentation, die Erscheinungsformen von Mobbing sowie Handlungsmöglichkeiten für Betroffene und Betriebe informiert. Mit dem Kooperationsprojekt wollen die DASA, der Kirchliche Dienst in der Arbeitswelt der evangelischen Kirche, die Initiative Neue Qualität der Arbeit der Bundesverband der Betriebskrankenkassen und der Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften für die Problematik sensibilisieren, wenn aus Kollegen Feinde werden. Geöffnet: 19.6. bis 25.9.2005, Di-Sa 9-17, So 10-17h Wenn keiner grüßt und alle schweigen. Konflikte und Mobbing in der Arbeitswelt
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DASA-Ausstellung Mobbing: "Wenn keiner grüßt und alle schweigen ..."
Gerüchte, Schikanen, Psychoterror: Für drei von 100 Beschäftigten ist der tägliche Gang ins Büro ein Horrortrip. Das hat die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) schon 2002 in ihrem Mobbing-Report herausgefunden. Die der BAuA räumlich angegliederte Deutsche Arbeitsschutzausstellung (DASA) in Dortmund widmet diesem Thema nun erstmals eine Ausstellung.
Unter dem Titel "Wenn keiner grüßt und alle schweigen. Konflikte und Mobbing in der Arbeitswelt" ermöglicht die Ausstellung eine lebendige Annäherung an ein unsichtbares und schwer greifbares Phänomen, das für die Betroffenen selbst oft gravierende Folgen hat: Sie reichen von Stress, Depressionen und Schlafstörungen bis zu Problemen im familiären und sozialen Umfeld.
In Ton, Wort, Bild und Kunst veranschaulicht die Ausstellung Inhalte und Situationen, die an Nerven und Nieren gehen. Im nächsten Schritt zeigt sie dann Wege auf, wie Betroffene mit Mobbing-Situationen umgehen und die dahinter liegenden Konflikte lösen können, und nennt Hilfsangebote und Ansprechpartner.
Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der DASA und des KDA (Kirchlicher Dienst in der Arbeitswelt der Evangelischen Kirche Deutschlands), mit Unterstützung der Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA), der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA), des Hauptverbandes der gewerblichen Berufsgenossenschaften (HVBG) sowie des BKK Bundesverbandes.
In Dortmund läuft die Ausstellung noch bis zum 18. September 2005 und ist dienstags bis samstags von 9 - 17 Uhr sowie sonntags von 10 - 17 Uhrgeöffnet. Sie ist als Wanderausstellung konzipiert und kann anschließend ausgeliehen werden.
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http://www.medizinauskunft.de/artikel/diagnose/psyche/13_07_mobbing.php
- Mobbing macht krank
Mobbing: Hilfe suchen
- … Wenn keiner grüßt … Stress am Arbeitsplatz nimmt weiter zu … Stress und Angst am Arbeitsplatz … Gesundheitsbe- lastung am Arbeitsplatz wächst
- Mobbing macht krank und ist teuer. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat zum Beispiel festgestellt, dass ca. 20 % der gemobbten Personen mehr als 6 Wochen krankheitsbedingt ausfallen.
Mobbing kann jeden treffen. Drei von 100 Beschäftigten werden am Arbeitsplatz systematisch und über einen längeren Zeitraum schikaniert, drangsaliert, benachteiligt und ausgegrenzt - eben gemobbt. Aber auch Mobber kann jeder sein. Allerdings befinden sich die meisten im Alter von 34 bis 54 Jahren und sind bereits länger im Betrieb tätig ist. 70% der Mobber erfüllen diese Kriterien. 60% der Übeltäter sind Männer und in 40% der Fälle gehen die Drangsalierungen auf das Konto des Vorgesetzten.
Die drei häufigsten Mobbinghandlungen sind Gerüchte, die falsch bewertete Arbeitsleistung und ständige Sticheleien und Hänseleien.
Es gibt weniger und besonders mobbing-gefährdete Berufsfelder. Soziale Berufe stehen an erster Stelle, gefolgt von Verkaufspersonal und Bank-, Bausparkassen- und Versicherungsfachleuten. Das Risiko gemobbt zu werden ist in diesen Branchen dreimal bzw. doppelt so hoch wie in anderen Berufen. Gefährdete Personengruppen sind den Untersuchungen zur Folge Frauen, ältere Arbeitnehmer und Auszubildende.
Betroffenen rät die BAuA in Dortmund, sich frühzeitig zu wehren, die Aussprache mit den Tätern oder Täterinnen zu suchen und die Ursachen des Konflikts herauszufinden. Allerdings belegen wissenschaftliche Untersuchungen, dass es fast unmöglich ist, den Teufelskreis Mobbing aus eigener Kraft zu durchbrechen. In 80% der Fälle scheitern Versuche, sich durch Friedensangebote, Verbalattacken oder Zurückmobben zu wehren.
Dennoch empfiehlt die BAuA, gerade im Anfangsstadium der Mobbingattacken die direkte Selbsthifle zu versuchen. Manchmal kann ein klärendes Gespräch Probleme lösen und Ansätze zum Mobbing im Keim ersticken. Außerdem sollten Betroffene Öffentlichkeit für die Anfeindungen schaffen: also Zeugen bei Gesprächen dabei haben, Aufzeichnungen davon machen und andere über die Machenschaften informieren.
Wichtig ist es auch, Entspannung zu suchen und das Mobbing nicht zum beherrschenden Thema werden zu lassen. Denn sonst besteht die Gefahr, dass man nervös wird, Fehler bei der Arbeit macht und die Belastung so groß wird, dass man krank wird. Doch gerade das liefert dem Mobber die Bestätigung seiner Vorwürfe.
Außerdem sollten Mobbingopfer Hilfe suchen. Beispielsweise beim Betriebsarzt, beim Betriebs- oder Personlrat, bei der Geschäftsführung. Auch außerhalb des Betriebes kann man Rat und Unterstützung suchen: Rechtsanwälte, Psychologen, Beratungsstellen, Krankenkassen, Selbsthilfegruppen, Gewerkschaften und natürlich die eigene Familie.
Die DASA in Dortmund zeigt noch bis zum 18. September 2005 eine Sonderausstellung zum Thema Mobbing. "Wenn keiner grüßt und alle schweigen...Konflikte und Mobbing in der Arbeitswelt. Eine Ausstellung zur Konfliktkultur" heißt die Schau, die als Wanderausstellung konzipiert ist und anschließend durch Deutschland tourt. Tonaufnahmen, Schautafeln und abstrakte Skulpturen aus Metallschrott führen in die Thematik ein und zeigen Lösungsansätze für dieses betriebliche Problem auf.
Mehr Rat gibt die Broschüre "Wenn aus Kollegen Feinde werden...", die bei der BAuA kostenlos erhältlich ist. Der dazu gehörige Forschungsbericht (Fb 951) enthält weitere Fakten.
Fragen zum Thema und zu den Publikationen der BAuA beantwortet das Informationszentrum der BAuA für 9 Cent je Minute aus dem nationalen Festnetz der Deutschen Telekom AG unter der Rufnummer 0180. 321 4 321 oder per E-Mail unter: infozentrum@baua.bund.de.
Initiative Gesundheit und Arbeit (IGA) in Kooperation mit der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA)
http://www.messe-duesseldorf.de/aplusa05/special_show_1_sonderausstellung_1.html
Wenn keiner grüßt und alle schweigen ...
Konflikte verlaufen bei Ihnen immer anders, als wünschenswert wäre? Oder Sie tragen Personalverantwortung und fühlen sich unsicher auf dem weiten Feld der Konfliktbehandlung? Vielleicht haben Sie von einem Mobbingfall in ihrem Betrieb gehört und wissen nicht, wie Sie sich verhalten sollen? Oder Sie sind gar selbst von Mobbing betroffen? Sie vermissen in ihrem Unternehmen den fairen und partnerschaftlichen Umgang miteinander? Oder Sie interessieren sich ganz allgemein für das Thema Konfliktkultur in Organisationen?
Dann finden Sie in der Ausstellung „Wenn keiner grüßt und alle schweigen" die richtigen Informationen. Konflikte und Konfliktursachen in der Arbeitswelt werden hier thematisiert und die Folgen ungelöster Konflikte - z.B. Mobbing - veranschaulicht. Darüber hinaus werden individuelle Bewältigungsstrategien in Konfliktsituationen vorgestellt und betriebliche Lösungsmodelle präsentiert.
Wanderausstellung "Wenn keiner grüßt und alle schweigen..." Eine Ausstellung zur Konfliktkultur (Fortsetzung)
Die Initiative Gesundheit und Arbeit ist ein Partner der vom Kirchlichen Dienst in der Arbeitswelt (KDA), der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (DASA) und der Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) konzipierten Wanderausstellung zu Konflikten und Mobbing in der Arbeitswelt www.wenn-keiner-gruesst.de. Die Ausstellung wurde bereits mehrfach erfolgreich präsentiert und wird unter anderem auf der Arbeitsschutz aktuell 2006 in Karlsruhe und 2007 in Frankfurt/Main sowie im Berufsgenossenschaftlichen Institut Arbeit und Gesundheit in Dresden gezeigt. Für die Termine 2007 sind Kooperationen mit der evangelischen und der katholischen Kirche, Gewerkschaften, Politik und Wirtschaft geplant. Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Seminar- und Workshopprogramm begleitet.
-- DetlevLengsfeld 2006-09-10 13:06:02
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Mobbing-Gegner/Termine/2006-09-19/WennKeinergruesstUndAlleSchweigen (last modified 2008-11-04 07:00:06)