Tipps gegen Mobbing
1. Wehren Sie den Anfängen! Handeln Sie eigenverantwortlich. Das heißt: Lassen Sie Mobbing erst gar nicht zum Riesenproblem werden. Die täglichen kleinen Kriege gegen Sie und andere dürfen nicht als banal unter den Teppich gekehrt werden. Seien Sie aufmerksam schon bei "kleinen" Frechheiten.
2. Zeigen Sie Zivilcourage Wenn Sie bei disqualifizierenden Bemerkungen über Dritte - in deren Abwesenheit - einschreiten, hat das auch positive Auswirkungen für Sie. Wer schweigt, wenn ein anderer schlecht gemacht wird, gilt als Mitläufer. Er bietet sich unbewusst anderen ebenfalls als Mobbing-Opfer an.
3. Machen Sie sich Notizen Schreiben Sie sich auf, wenn Sie was stört, wenn jemand Sie verletzt hat. Notieren Sie die Umstände, gegebenenfalls den Wortlaut. Wenn Sie später ein Gespräch führen, ist das eine sinnvolle Gedächtnisstütze. Meist fragt Sie das Gegenüber: "Wann soll das gewesen sein? Was soll konkret passiert sein?"
4. Der richtige Ort, die richtige Zeit Ein wichtiges Gespräch braucht das passende Umfeld. Nicht im Aufzug oder Gang, sondern in Ruhe und ohne Zuhörer sollte es stattfinden. Ein separater Tisch in einer Gaststätte oder ein Spaziergang eignen sich gut. Kündigen Sie den Gesprächswunsch einen Tag vorher an, dann fühlt sich der Angesprochene nicht überfallen.
5. Sprechen Sie sich aus Schieben Sie ein Gespräch nicht lange auf, lassen Sie kein "Sündenregister" zusammenkommen. Am besten sprechen Sie zunächst einzeln mit dem Mobber. Wenn es mehrere sind, müssen Sie wirklich mit allen Beteiligten sprechen. Werden Sie konkret: "Es verletzt mich, wenn Sie mich vor anderen unsachlich kritisieren." Nennen Sie ein Beispiel unsachlicher Kritik oder einer anderen Verletzung. Es kommt vor, dass Kollegen manchmal gar nicht bewusst ist, dass sie mobben.
6. Schildern Sie die Auswirkungen Erzählen Sie, dass Sie Magenschmerzen haben, schlecht schlafen, Angst vor dem Büro haben, Kopfschmerzen Sie quälen etc. Drücken Sie dabei nicht auf die Tränendrüse, das macht Sie in den Augen Ihres Gegenübers noch schwächer. Aber der andere soll wissen, was er ausgelöst hat.
7. Klären Sie Missverständnisse auf Kam es zu falschen Verurteilungen, stellen Sie richtig, warum sie falsch waren. Nehmen Sie nicht die Haltung des Rechtfertigenden ein. Sie stellen klar!
8. Greifen Sie den Gesprächspartner nicht an Machen Sie deutlich, dass Sie Wert auf eine gute Zusammenarbeit legen. Dass dieses Gespräch für beide sinnvoll ist. Unterwerfen Sie sich im Gespräch nicht der Meinung des anderen. Wenn die Meinungen auseinander gehen, darf das so sein. Sagen Sie nicht: "Sie sind schuld daran, dass es mir schlecht geht". Besser: "Ich erlebe die Situation folgendermaßen..."
9. Stellen Sie keine "Gegenmannschaft" auf Wenn Sie sich nicht-mobbenden Kollegen anvertraut haben, versuchen Sie nicht, den Mobbern durch "Gegenmobbing" zu antworten. Sie ziehen den Graben nur noch tiefer und machen eine Konfliktbewältigung noch schwerer.
10. Wenden Sie sich an den Vorgesetzten Fühlen Sie sich nicht schuldig, wenn Sie Mobbing bekannt machen. Viele Opfer schweigen aus Scham. Ein Mobber muss merken, dass er sein Treiben nicht mehr ohne Gegenwehr fortsetzen kann.
11. Belassen Sie es nicht bei einem Gespräch Auch, wenn es Nerven und Kraft kostet, ein Folgegespräch ist immer sinnvoll. Hier können Sie auch einen unbeteiligten Kollegen dazuholen. Er kann eine neutrale Position beziehen.
http://www.tbb-konkret.de/mobbing-tipps.htm Tipps zu Gegenwehr
Mobbing/Gegenwehr (last edited 2009-10-26 07:50:59 by DetlevLengsfeld)