http://www.virtuelleallgemeinbibliothek.de/00133ANF.HTM Wertorientierungen in Unternehmen und gerichtlicher Mobbingschutz
Peter Wickler. LAG Thüringen. // In: Der Betrieb. - 60 Anm. - 2002,9, S. 477 - 484
Diskutiert die Verpflichtung zur Einhaltung der Wertmaßstäbe des Grundgesetzes durch Privatunternehmen und den öffentlichen Dienst sowie die Frage, ob das einen Mobbingkomplex bildende Verhalten in seiner Gesamtheit rechtstheoretisch und anwendungspraktisch Gegenstand einer juristischen Überprüfung und im Ergebnis einer staatlichen Sanktion sein kann. Damit würde in Abweichung von der Einzelhandlungsanknüpfung des deutschen Rechts die Gesamtheit des für den Mobbingkomplex in Betracht kommenden Verhaltens zugrundegelegt werden (Prinzip der globalen Beurteilung). Stellt die vom Landesarbeitsgericht Thüringen entwickelte Mobbingschutzkonzeption vor; Urteile vom 15.02. und 10.04.2001, die auf dem Prinzip der globalen Beurteilung beruhen. Schlägt schließlich u. a. die Einfügung eines § 618a BGB vor, der klarstellt, daß kein Dienstverpflichteter der systematischen Anfeindung, Schikane oder Diskriminierung dienenden Angriffen ausgesetzt werden darf und daß der Dienstberechtigte ihn vor entspr. Angriffen von Mitarbeitern schützen muß, und der verbietet, diese Angriffe bei der Rechtsprüfung einer isolierten Beurteilung zu unterziehen. Sozialversicherungträger sollten Verursacher mobbingbedingter Belastungen von Kranken- und Rentenkassen in Regreß nehmen können. [Erstaufnahme: 24.11.2002]
-- DetlevLengsfeld 2007-05-19 11:11:45
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