http://www.newsclick.de/index.jsp/menuid/2165/artid/3833365 VW-Autostadt muss kranken Mitarbeiter weiter beschäftigen
Arbeitsgericht Braunschweig gibt Gekündigtem Recht
Von Christian Franz
Die Autostadt Wolfsburg muss einen erkrankten Angestellten weiter beschäftigen. Das entschied gestern die 1. Kammer des Arbeitsgerichts Braunschweig. Richter Hans-Peter Szyperrek bestätigte die Rechtsauffassung des Arbeitnehmers, dass eine krankheitsbedingte Kündigung unzulässig sei. "Die Kammer hat nicht gesehen, dass sich eine ungünstige Zukunftsprognose ergibt", sagte Szyperrek. Der Angestellte habe gute Aussichten, wieder zu genesen und dann auch weiter arbeiten zu können.
Außerdem urteilte die Kammer, dass die Autostadt dem Mann sein Gehalt für die Monate Oktober, November und Dezember seit der Kündigung zum 30. September nachzahlen muss. Ob das Urteil rechtskräftig wird, bleibt abzuwarten. Die Autostadt hat die Möglichkeit, vor dem Landesarbeitsgericht ein Berufungsverfahren anzustrengen.
Der Betriebsrat hatte nach Auskunft des Vorsitzenden Uwe Zander im Anhörungsverfahren Widerspruch gegen die angekündigte Entlassung eingelegt. "Ich gehe davon aus, dass das auch Gegenstand der Verhandlung war", sagte Zander. "In der Anhörung ging es auch um Mobbing." Jetzt bleibe abzuwarten, unter welchen Bedingungen eine Wiedereingliederung möglich sei.
Ausgangspunkt der Differenzen seien Unstimmigkeiten über das Einsatzfeld des Betroffenen gewesen, berichtete Zander. "Als die Autostadt umstrukturiert wurde, ist sein ursprüngliches Aufgabengebiet weggefallen. Da ist nicht alles so gelaufen, wie es hätte laufen sollen."
Im Urteil liest sich das allerdings noch klarer! Und wer sich dann die Mühe macht meine Anmerkungen zu den Schriftwechseln zu lesen wird doch arg erstaunt sein.
Es stellt sich doch die Frage was die Verantwortlichen der AutoStadt unternommen haben um mich vor den Übergriffen durch Claus Hohmann zu schützen, oder warum ist nicht mal die Pinkelpausen-Anordnung gerügt worden?
Die von Uwe Zander erwähnten Unstimmigkeiten hat aber Frau Syvlia Schied von der IGM-Wolfsburg anders formuliert. Wahr, klar und sachlich schrieb Sie am 09.02.2004 ".. das hier eine Form des Mobbings, ausgehend von Vorgesetzten, vorliegt". Auf der Seite 1 ist durch Herrn Claus Hohmann auch gleich die Lösung "Kündigung/Abfindung" vorgeschlagen! Dies versteht die Autostadt unter Partnerschaftlichem Verhalten eine satte Pinkelpausenregelung
PresseArchiv/TexTe1 (last modified 2008-11-04 06:59:55)