Europabeauftragter für Mobbingfälle!
Unsere Petition an das Europaparlament, bitte unterstützen Sie diese Aktion mit der Einreichung Ihrer Petition an das Europaparlament in der ersten Kalenderwoche des Jahres 2007. Dazu können sie unter das entsprechende Onlineformblatt und die Richtlinien dazu finden. Sie sehen dann auch, in Europa lässt sich eine Petition viel einfacher einreichen als bei uns in Deutschland.
Nach den Angaben zu der Person müssen Sie dann nur entscheiden, ob Ihr Name öffentlich bekannt gegeben wird oder nicht. In Europa wähle ich für mich die Form der öffentlichen Bekanntgabe, in Deutschland würde ich aus Erfahrung heraus niemals diesen Weg gehen. Ich habe da sehr üble Erfahrungen mit den Datenschützern einiger Bundesländer und dem Bundesbeauftragten gemacht, wodurch ich unter anderem zu einem Mobbingopfer wurde.
Um etwa in eine gemeinsame Richtung zu gehen, schlage ich folgenden Text und Titel vor:
Titel der Petition vor: Europabeauftragter für Mobbingfälle!
Wortlaut der Petition:
Nach dem Artikel 1 des Grundgesetzes der Bundesrepublik ist „(d)ie Würde des Menschen ... unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“. Doch Millionen von Mobbingopfer und hunderten von Toten durch eigene Hand wird diese Würde durch Mobber Jahr für Jahr mit Füssen getreten. Der Mob missachtet sowohl die Würde des Menschen, als auch das in der Europäischen Menschenrechtskonvention in Artikel 3 verankerte Verbot „unmenschlicher oder erniedrigender...Behandlung“ denen kein Mensch „unterworfen werden“ darf. Doch Mobbing ist ja gerade wohl einer der schlimmsten Formen von Unmenschlichkeit. Leider begreifen oder wollen unsere Politiker dieses Problem aus wirtschaftlichen Interessen heraus nicht wahrnehmen. Daher die bitte an das Europaparlament, einen Mobbing-Beauftragten zu benennen, der in einem vierteljährlichen Mobbing-Report die Missstände in den einzelnen europäischen Staaten aufzuzeigen hat und dem Europarlament die ungeschminkte Wahrheit mitteilt. Wie viele Mobbing-Opfer gibt es in jedem Land? Wie viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer werden durch Mobbing krank und wie hoch sind die Kosten für die Allgemeinheit dadurch? Wie viele abhängig Beschäftigte müssen durch Mobbing verursachte Gesundheitsschäden in denen vorzeitigen Ruhestand gehen? Wie hoch sind auch hier die Kosten für die Allgemeinheit? Welche Grundrechte und Gesetze werden durch Mobbing in den einzelnen Ländern missachtet?
Unterstützen Sie mit dem Mobbing-Beauftragten den Kampf für eine soziale, demokratische und gesundheitsfördernde Arbeitswelt in Europa.
Hinweis: Da am 01.01.2007 die Bundesrepublik die EU-Ratspräsidentschaft innehat, zu mindestens für 6 Monate, sollten alle Mobbing-Gegner diese Gelegenheit beim Schopfe packen, auch geht es um eine Verfassung für Europa und da gehört ein Antimobbingparagraph einfach mit rein. Bitte die Petition höflich und dem Ziel angemessen formulieren, wenn es auch vielen Opfer wegen der erfahrenen Demütigungen schwer fallen sollte. Grundsatz: Gleiches niemals mit Gleichem vergelten!
Warum geht es beim Mobbing?
Um sein Gesicht zu zeigen, sagt ein altes chinesisches Sprichwort, muss man im Licht stehen. Gerade Mobbing-Opfer wissen zu genau, was es heißt, wenn plötzlich das Licht ausgeht. Alleine, im dunklen Raum, sich tastend nach Lösungen suchen, um wieder an das Licht zu kommen, das ist das Opferproblem. Heute hat sich eigentlich mit der Hartz IV Reform die Situation noch verschlimmert, geht man moralisch an die Sache heran.
Begibt sich das Opfer auf den Klageweg, so wird es oft im Regen stehen gelassen. Beispiel: Der Mob schlägt zu, 1. 2. und 3 Abmahnung, dann die fristlose Kündigung, die außerordentliche und weil es sich in den feinen Kreisen herumgesprochen hat, noch eine ordentliche dazu. Und nun? Der klassische Weg ist der in die Krankheit, doch auch da schlagen die Reformen gnadenlos zu. Der harte Weg ist der zur Agentur für Arbeit. Nun muss man den Nachweis erbringen, dass man unverschuldet gekündigt worden ist. Schon beginnt der nächste Stress. Und man begreift die ideologische Wahl des Begriffs Agentur für das Arbeitsamt in der Hartz IV Reform: Agenten Tortur (?) Wieso? Kommt gleich, immer schön im Einklang mit der Reformmarschmusik.
So hat man über den Rechtsanwalt die rechtlichen Schritte eingeleitet, der Termin der Güteverhandlung liegt nicht fern. Hat man Glück, erhält man Arbeitslosengeld 1, wenn die Agentur bei Vorlage der Kündigungsgründe abnickt. Die Gründe muss man meist mit dem Rechtsanwalt für Mobbing einfordern. Die Agentur lehnt sich gemütlich zurück, obwohl sie ja für den ungewollten Arbeitslosen nun den Service erbringen müsste. Doch was ergibt das für einen Sinn, einen Service den man ja auch noch mit dem Arbeitslosenversicherungsbeitrag mit aufgebaut hat, einzufordern? Service ist ein Angebot, dass der Serviceleister (Agentur) von sich aus als Selbstverständlichkeit erbringen sollte. Je besser der Service, desto besser der Ruf, bitte nicht Lachen und Rauchen, vor Wut.
In der Güteverhandlung geht es einfach gesagt immer um das Gleiche, zu welchem Preis lässt sich das Opfer sein Recht auf seinen Arbeitsplatz abkaufen. Es wird also wie auf einem Basar geschachert, wobei der Gesetzgeber noch mit dem Kündigungsschutzgesetz das Angebot nach oben beschränkt. Pro Arbeitsjahr einen halben Monatslohn Abfindung, mit mehr muss der Mob nicht rechnen, da lohnt sich doch fast jede Kündigung, scharfe Rechner haben die Personalleiter doch schon längst von der Mobbingstrategie überzeugt.
Lehnt das Opfer ab, geht es zum ersten Termin vor dem Arbeitsgericht, das kostet schon mal drei bis vier Monate, mit der Zeit bis zum Gütetermin sind das oft sechs lange, lange Monate. Verliert der Mob den Prozess, wartet er vier Wochen auf das Urteil, dann hat er vier Wochen Zeit Berufung einzulegen und schon sind wieder acht lange Wochen rum.
Das Opfer hat wohl sein Recht bekommen, doch da das Urteil nicht rechtskräftig ist, muss der Mob keinen Lohn bezahlen.
Und nun? Man ist Agent in der Tortur, rechtlich ein Beschäftigungsverhältnis zu haben, wegen der fristlosen Kündigung gibt es jedoch kein Einkommen, also bekommt man Arbeitslosengeld 1, obwohl am sich ja nicht um Arbeit bewerben muss, denn die hat man ja, rechtlich gesehen. Verstehen kann man das nicht, außer man weiß die Lieblingsorte von Hr. Hartz, dann versteht man den Namen Agent(tort)ur für Arbeit. Agenten haben auch fast immer ein Doppelleben und Mobbingopfer auf dem harten Weg auch, nur dass Agenten über viel Kleingeld verfügen. Mobbingopfer fast immer nur über Tabletten und sonstige Medikamente, sonst würden schon längst viele im Dunkeln die Suche nach dem Licht nicht mehr ertragen.
Nach der Berufung legt dann der Rechtsanwalt des Mobbinopfers, den braucht dieser nun, einen Antrag beim LAG (Landesarbeitsgericht) vor, er bitte nochmals um vier Wochen Zeit bis zur Abgabe der Berufungsbegründung, denn durch andere Termine hätte er keine Zeit. Na so was, eigentlich sollte man doch schon bei der Berufung wissen, weshalb man die einlegt, doch in einem Rechtsstaat ist alles möglich. Der Gewinn sind 12 Wochen für den Mob, obwohl das LAG bei der Annahme der Verschiebung des Abgabetermins schriftlich versichert, dass das keinen Einfluss auf den Kammertermin hätte. Aber nun mal doch ein bisschen Wahrheit, warum teilt das LAG nicht gleich bei der Abgabe der Berufung beiden Parteien den Termin mit? Nein, das Opfer erhält ihn meist nach Abgabe der Berufungsbegründung plus 7 Tage Toleranz, da weiß man dann endlich nach mindestens langen 8 - 10 Monaten den Termin und da soll man Ruhe bewahren? Hat man Glück im Dunkeln, Anwälte legen da immer gleich Höchstmaß fest, die wie ein Tritt in die Weichteile wirken, zwischen Wochen und Monaten schwanken die Terminvorhersagen, ist der Kammertermin in der 12 Monatsfrist für ALG 1, oder man ist über 55 Jahre und hat noch alle Tassen im Schrank nach den sozialen Erdbeben. Hut ab, kann man da nur sagen. Und dann, wieder ein Urteil, wieder bekommt das Opfer sein gutes Recht und wieder und wieder und wieder! Nur nach 12 Monate sagt die Agent(tort)ur nein und bekanntlich ist ohne Moos nichts los. Willkommen Opfer im Agentenstatus im Paradies von Hartz IV. Und das, das nennt sich soziale Marktwirtschaft mit einem Netz aus Versicherungen, nur für das Mobbingopfer gibt es das nicht, lebt und fällt ja eh im Dunkeln, kann man sagen. Wem fällt da schon auf, dass da einer mal fehlt, fehlt für immer? Selber Schuld, sagt der Mob, hätte ja das Bakschisch nehmen können, nicht nur beim Gütetermin, auch beim Arbeitsgerichtstermin kann man feilschen, global gesprochen geht es doch nur ums Bakschisch, endlich verstanden du dämliches Mobbingopfer? Und deshalb, weil du an Moral und Werte, Gesetze und Justiz geglaubt hast, deshalb bist du ein Opfer geworden und sitzt jetzt quasi in der Dunkelzelle. Nicht der Mob ist schuld, nein, Eigenverschulden heißt das in der Bakschischsprache, und die ist global, die verstehen alle und können sogar Analphabeten lernen, ohne Mühen.
Nur Du, ja DU, du begreifst das einfach nicht und deshalb bist du ein Mobbingopfer. Ja, quasi zum Opfer geeignet, denn nur wer Bakschisch als globale Ordnung versteht, der darf ans Licht, denn das kostet ja auch was und nur wer Bakschsich hat, kann auch bezahlen.
Auch der Mob hat einen Gott, und der heißt BASCHSISCH, nun endlich verstanden. Also, wie viel willst du nun haben?
harald
Tags: bundestag | petition | arbeitsrecht | mobbing | europa | emrk
Vereinsgruendung/Petition (last edited 2009-09-24 14:30:24 by DetlevLengsfeld)